Reisebericht Cuba 2012

Cuba vom 25. Jänner bis 13. Februar 2012

Am 25. Jänner 2012 ging es mit Air Berlin von München über Berlin nach Varadero. Die schlechten Kritiken der Fluglinie, die wir zuvor erfahren haben, konnten wir nicht bestätigen. Einchecken, Borden sowie das Bordpersonal waren vollkommen in Ordnung. Einzige Kritik war der geringe Sitzabstand und das nicht jeder Sitz einen eigenen TV besaß.

Abends in Varadero gelandet ging es gleich ins Hotel nach Havanna. Das Hotel Palacio o farill war photo-013früher eine Kirche, die in ein Hotel umgebaut wurde – nichts luxuriöses aber für die jeweiligen Zwischenübernachtungen ausreichend. Das schönste am Hotel war, dass es in der Altstadt lag und man abends die Stadt zu Fuss erkunden konnte. Palacio o farill ist ca. zehn Fußminuten
von der Catedrale und fünf Fußminuten von der Hemmingwaybar entfernt.

Am nächsten Tag kamen wir in ein Dorf namens Maria la Gorda. Der Transfer dauerte sechs Stunden. Im Dorf wurden gleich der Strand, die Mangroven, die Bungalows mit den Restaurants photo-047und die Tauchbasis erkundet. Mangrovenbungalows sind in Ordnung, das Essen ist gut und ausreichend. Das einzige zu bemängelnde war, dass es nur zehn Strandliegen für die ca. siebzig Gäste gab, wobei sicher die Hälfte davon stark reparaturbedürftig waren. Normalerweise haben wir kein Problem damit im Sand zu liegen, wären da nicht die tausenden Sandflöhe, die uns die Füße fürchterlich tätowierten.

Tauchen
Drei Mal pro Tag wurde mit dem Tauchboot ausgefahren, um 09:00, um 11:00 und um 15:00 Uhr. Um 09:00 und 11:00 Uhr wurden die Außenriffe angefahren (Tiefe: acht bis dreißig Meter). Um 15:00 Uhr gab es einen Tauchgang um die acht Meter. Zu sehen gab es: Adlerrochen, Zackenbarsche, viele Langusten, wenige Muränen, große Röhrenschwämme und viele Barrakudas. Die Sicht beim Tauchen war selten unter dreißig Meter – natürlich karibisch. Getaucht wurde zwischen den Riffoberkannten, die meist aus Sand bestanden, durch Grotten oder kleinere Höhlen ging es dann auf dreißig Meter hinab wobei man ins bodenlose blicken konnte.

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Das Wetter war in Maria la Gorda anfangs sonnig, ab der zweiten Wochenhälfte teils bewölkt. Wir bekamen auch Besuch von einem Dreimastsegler, der unter deutscher Flagge segelte. Die Thor Heyerdahl segelt mit 32 Jugendlichen unter dem Motto „Schule unter Segeln“. Sie segelt für ein halbes Jahr von Kiel über England, Madeira, Bonair nach Cuba und schlussendlich zu den Azoren und anschließend wieder zurück. Weitere Infos unter: www.kus-projekt.de

Nach dieser Woche ging es über das Tabakanbaugebiet, Pinar del Rio, wieder nach Havanna. Am photo-022Abend besuchten wir die Hemmingwaybar „La Bodeguita“. Um drei Uhr in der Früh ging es allerdings wieder weiter nach Jardines de la Reina. Nach acht Stunden Fahrt, inklusive Motorpanne, erreichten wir Jucaro. Von dort aus ging es mit dem Boot noch drei Stunden nach Tortuga, ins einzige Seehotel im Umkreis von zweihundert Kilometern.

Unser Tauchboot, die Tortuga, hatte Platz für 16 Gäste wobei die meisten Taucher oder Hochseefischer waren. Wir hatten eine Vierbettkabine und ausreichend Platz. Beim Frühstück gab es alles was das Herz begehrte. Zu Mittag und Abendessen gab es Fisch in allen Varianten, welche uns die Fischer frisch lieferten. Langusten, Scampi und Calamari wurden hervorragend zubereitet und serviert. Unseren letzten Tauchgang ließen wir mit einem Mochito und einer frischen Pizza ausklingen.

Tauchen
Bei unseren zwölf Tauchgängen hatten wir nur beim „Check“ keine Haie. Der erste Tauchgang photo-029erfolgte mit karibischen Riffhaien, der zweite mit Seidenhaien, tags darauf wurde gewechselt. Die karibischen Haie wurden meistens am Grund, in ca. zwanzig bis dreißig Metern, in einem Schwamm oder mit einer Blechbüchse angefüttert. Jedoch sollte man ein bisschen Abstand halten und sich nicht in Strömungsrichtung des Futters befinden. Die Seidenhaie wurden an der Oberfläche mit Fischresten angefüttert. Beim Auftauchen konnte man versuchen einen Seidenhai zu erwischen und zu paralysieren, dass heißt man schnappt sich einen Hai an der Schwanzflosse und knickt sie um. Dieses Unterfangen stellte sich allerdings als ziemlich schwierig heraus. Unsere Guides waren da sehr geschickt und man konnte so einen Riesen für ca. zehn Sekunden anfassen und streicheln. Leider hatte ich nur einmal das Vergnügen, da mein Fotoapparat auf Dauerknipsen eingestellt war. In den Tauchnebenrollen: Barakudas, viele und große Zackenbarsche, Tarpone, Flötenfische, Schildies, Muränen und natürlich viele Schwämme.

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Am Nachmittag ging es meistens mit einem Taucherboot zu einem Strand, wo wir die Mangroven erkundeten. Einmal in der Woche besuchte uns auch Franco das Krokodil. Er bekam ein Hähnchen und war dann früh morgens wieder weg. Leider war die Woche auf der Tortuga viel zu schnell zu Ende.

Wieder in Havanna angekommen, erkundeten wir noch zwei Tage lang die Stadt. Da wir in der Altstadt untergebracht waren, konnten wir alles zu Fuß erkunden. Die anderen Sehenswürdigkeiten wie die Rumfabrik, die Tabakfabrik, den Taxistand mit alten Autos, die Festung von el Morro, den Stadtpark sowie das Villenviertel klapperten wir mit dem Taxi ab. Wir haben leider nur einen kleinen Teil von Cuba gesehen, jedoch war es angeblich der Schönste.
Nächstes Mal gibt es sicher eine Inselrundfahrt und natürlich Jardines de la Reina.

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